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Nachhaltiges Reisen: BetriebsfachwirtInnen für Tourismus erkunden das bezaubernde Wien

Mit diesem Thema befassten sich 12 Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Wirtschaft in Cochem im Rahmen ihrer berufsbegleitenden Weiterbildung zum/zur Betriebsfachwirt/-in für Tourismus. Fächerübergreifend wurde das Thema Nachhaltigkeit sowohl aus der ökologischen, der ökonomischen wie auch der sozialen Perspektive betrachtet. Ziel war es, die in diversen Lernmodulen erworbenen Kompetenzen bei der Planung und Durchführung einer Studienfahrt nach Wien vom 21. bis 24. April umzusetzen.

 

Bereits die An- und Abreise erfolgte mit Zügen der Deutschen Bahn, die zu 100% mit Ökostrom angetrieben werden. Die Wahl des Verkehrsmittels konnte nicht umweltfreundlicher getroffen werden. Auch Transfers vor Ort wurden mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt, wenn den eigenen Füßen mal eine Pause gegönnt werden sollte.

 

Das 3* Boutique Hotel Stadthalle Wien diente den Schülerinnen und Schülern als Quartier. Es handelt sich dabei um das erste und einzige Stadthotel Wiens, welches sich durch eine Null-Energie-Bilanz auszeichnet.
Mit Hilfe der Solartechnik werden hier Strom und Warmwasser erzeugt und das Brunnenwasser wird zum Gießen der Blumen verwendet. Auf dem Hoteldach findet man neben dem herrlich duftenden Lavendel auch die hoteleigenen Bienenstöcke. Der von den eigenen Bienen produzierte Honig findet sich auch auf dem Frühstücks-Buffet wieder, das aus regionalen und saisonalen Bio-Produkten besteht. Der bewusste Umgang sowohl mit Natur und Umwelt als auch mit den Mitarbeitern und natürlich auch den Gästen stellen für das Management dieses Hotels eine Herzensangelegenheit dar. Hiervon überzeugten sich die TeilnehmerInnen der Studienreise selbst im Rahmen einer ausführlichen Hotelführung durch die Marketing-Managerin. Diese stellte klar heraus, dass für das Hotel die ganzheitliche Betrachtung der Nachhaltigkeit, auch unter Berücksichtigung der sozialen und ökonomischen Komponente von übergeordneter Bedeutung ist. 

 

Abseits der touristischen Attraktionen hatte man sich schon vorher für eine Shades Tour entschieden. Dies ist keine klassische Sightseeingtour. Im Rahmen einer sogenannten „Obdachlosenführung“ werden Plätze besucht, die im Zusammenhang mit der Obdachlosigkeit stehen. Es handelt sich jedoch keinesfalls um Sozialvoyeurismus, vielmehr dienen diese Touren der sozialpolitischen Bildung der TeilnehmerInnen. Die Guides sind ehemalige Obdachlose, denen über Shades Tours ein realistisch gangbarer Weg in Richtung Integration in den Arbeitsmarkt gezeigt und geboten wird. „Wir haben Wien hier von einer völlig anderen Seite kennengelernt und verlassen die Stadt mit dem Gefühl, als Tourist nachhaltig etwas zur Verbesserung der prekären Wohn- und Lebenssituation unseres sympathischen Guides beigetragen zu haben.“ So lautete das Fazit der TeilnehmerInnen zu dieser außergewöhnlichen Stadtführung, die abseits des „harten“ Tourismus eine „sanfte“ Erfahrung darstellte.

 

Nachhaltiges Shopping auf und abseits von Mariahilfer Straße & Co., köstliches Essen, Kaffee & Kuchen oder ein kleiner Snack zwischendurch, zubereitet mit den besten Bio- und FAIRTRADE-Zutaten, Eintauchen in die Welt der Naturkosmetik oder einfach ein nettes Souvenir, das nachhaltig und fair produziert wurde – all das und noch viel mehr bietet die Wiener Nachhaltigkeitsszene. Auf dem Rundgang „Ich mach es anders“ mit einer jungen Stadtführerin standen die Konzepte zahlreicher Start-Ups, aber auch die Initiativen alteingesessener Wiener Einzelhändler im Mittelpunkt.

Natürlich durfte bei einer Fahrt nach Wien auch der Kontrast zum „harten“ Tourismus“ nicht fehlen und so stand interessenabhängig ein Besuch des Schlosses Schönbrunn oder der Spanischen Hofreitschule, eine Stadtrundfahrt im Hop on- / Hop off-Bus oder eine Fahrt mit dem Riesenrad im Prater, einem der Wahrzeichen Wiens, auf der Agenda.

Alles in allem war diese Studienfahrt ein nachhaltiges Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken und einem Wien, das alle verzaubert hat. „Wir haben erfahren, was es bedeutet, nachhaltiges Handeln im Tourismus konkret umzusetzen. Wir konnten eine Art des Unterwegs-Seins, aber auch Entwicklungsangebote im Tourismus kennenlernen, die fair bleiben gegenüber der Natur, die der lokalen Bevölkerung wirtschaftliche Chancen eröffnen und kulturelle Identitäten berücksichtigen.“ Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte sind sich einig: Reisen und Nachhaltigkeit – das passt zusammen!

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